Wasserspeicher

Zugang zu Wasser und Wasserbedarf

Beim Lageenergiespeicher wird Wasser unter eine große Felsmasse gepumpt. Je nach Größe des Speichers fällt ein unterschiedlich großer Wasserbedarf an. Der Wasserbedarf ist in der Tabelle (Speicherkapazität bei verschiedenen Größen) grob geschätzt dargestellt.

 

 

 

Der Wasserbedarf für den Lageenergiespeicher ist erheblich niedriger als bei einem vergleichbaren leistungsfähigen Pumpspeicherkraftwerk. Insbesondere bei Lageenergiespeichern mit großer Bautiefe nimmt der relative Wasserbedarf deutlich ab. 

Letztendlich werden aber immer noch erhebliche Wassermengen benötigt. Daher ist es sinnvoll, Lageenergiespeicher in der Nähe von alten Pumpspeichern aufzubauen oder an wasserreichen Flüssen oder Seen, bei denen die minimale Pegeländerung durch den Speicher nicht ins Gewicht fällt.

Zu diesen Gewässern kann ein Wasserstollen, nicht zwingend ein Druckstollen, gebaut werden. Derartige Stollen kosten etwa 5 Millionen Euro pro Kilometer. 

Es kann auch der Bau eines Wasserreservoirs oder ein unterirdisches Becken in einer Kaverne sinnvoll sein. 

Da der Lageenergiespeicher vollständig gegenüber seiner Umgebung abgedichtet ist, wird das verwendete Wasser nicht durch Zuflüsse oder Durchmischungen „kontaminiert“ und kann daher in der gleichen Qualität wieder in das Gewässer zurückgeführt werden, aus dem es entnommen wurde.

Beim Lageenergiespeicher wird Wasser unter eine große Felsmasse gepumpt. Je nach Größe des Speichers fällt ein unterschiedlich großer Wasserbedarf an, der in nachfolgender Abbildung grob abgeschätzt ist.


Die geologischen Verhältnisse sind von zentraler Bedeutung für die Eignung eines Standortes. Das perfekte Gestein wird es in der Realität nicht geben, denn jedes Vorkommen wird Schichtungen, Verwerfungen und damit Klüfte aufweisen.


Der Lageenergiespeicher wird aufgrund seiner relativ hohen Leistung mindestens an das 110 kV-Netz angeschlossen werden. Entsprechend sollte eine Leitung in nicht all zu weiter Entfernung des Standortes verlaufen.